Zahnärzte müssen Rabatt bei Implantatkäufen an Privatpatienten weitergeben

Das Verwaltungsgericht (VG) Mainz hat entschieden, dass Zahnärzte den Herstellerrabatt für Implantate an ihre Patienten weitergeben müssen. Anderenfalls könne der Tatbestand des Betruges zum Nachteil des Patienten erfüllt sein, so die Richter. (Az. 4 K 82/06 MZ) Das Urteil ist bislang nicht rechtskräftig.

Geklagt hat eine Zahnärztin, die sich auf Implantate spezialisiert hat. Im Vorfeld hatte sie gegenüber der Landeszahnärztekammer (LZK) argumentiert, es sei nicht zu beanstanden, wenn sie die Produktnachlässe – bis zu 50 Prozent – nicht an ihre Privatpatienten weitergebe. Die LZK widersprach.

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