Schadensersatz, wenn der Arzt den Termin versäumt

Wenn Patienten einen vereinbarten Termin versäumen, kann der Arzt ein Ausfallhonorar fordern. Das Landgericht Oldenburg hatte sich mit der umgekehrten Situation zu befassen: Ein Augenarzt hatte einen vereinbarten Operationstermin nicht eingehalten, deshalb verklagte seine Patientin ihn auf Schadensersatz (Az.: 8 S 515/06).

Sowohl für Patienten als auch für Ärzte gelten Mitwirkungs- und Sorgfaltspflichten, um einen Termin nicht zu gefährden. Wenn ein Arzt einen festen Termin schuldhaft nicht wahrnimmt, kann dies Schadensersatzansprüche des Patienten auslösen.

Ein kostenloses juristisches Orientierungsgespräch bei medizin- und sozialrechtlichen Fragen bietet das Medizinrechts-Beratungsnetz bundesweit Patienten wie auch Ärzten an. Unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 / 0 73 24 83 (Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr) erhalten Ratsuchende den Beratungsschein. Auf diesem ist dann auch die Adresse des räumlich nächstliegenden Vertrauensanwalts mit dem entsprechenden Fachgebiet verzeichnet.

Das Medizinrechts-Beratungsnetz ist eine Einrichtung des Medizinrechtsanwälte e.V. initiiert von der Stiftung Gesundheit. Weitere Informationen sowie das Verzeichnis der Vertrauensanwälte auf der Internetseite des Medizinrechts-Beratungsnetzes.

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