Medizinrechts-Beratungsnetz: 84 Prozent zufrieden

Kostenlose Erstberatung fördert qualifiziertes Konfliktmanagement

Das Medizinrechts-Beratungsnetz hat sich bundesweit als feste Einrichtung im Gesundheitswesen etabliert und fördert ein qualifiziertes Konfliktmanagement. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Studie in Zusammenarbeit mit der Universität Kiel, die das Angebot der Stiftung Gesundheit und des Medizinrechtsanwälte e.V. begleitet.

Der Service der gemeinnützigen Stiftung Gesundheit war im Juli 2000 als Modellprojekt in Schleswig-Holstein gestartet. Ab Juli 2002 wurde der Service schrittweise auf ganz Deutschland ausgedehnt und ist seit sechs Monaten im bundesweiten Regelbetrieb verfügbar.

„Seit dem Start haben wir fast 3.500 Beratungsscheine ausgestellt, die sich etwa hälftig auf die beiden Themenbereiche Sozialrecht und Haftungsfragen verteilen“, berichtet Dr. Peter Müller, Vorstand der Stiftung Gesundheit.

Mit der kostenlosen Erstberatung zeigten sich 84 Prozent der beratenen Menschen zufrieden: Sie lobten vor allem die klaren, umfassenden und verständlichen Informationen sowie die konstruktiven Vorschläge der Vertrauensanwälte.

Die Studie zeigt weiter, dass das Medizinrechts-Beratungsnetz dazu beiträgt, Konflikte zwischen Patienten, Krankenkassen, Pflegeversicherungen und Ärzten niederschwellig zu lösen: „In mehr als der Hälfte der Fälle haben die Vertrauensanwälte eine außergerichtliche Einigung empfohlen – entweder direkt mit der Gegenseite oder über eine Schlichtungsstelle“, so Dr. Müller. Eine Klage vor Gericht strebten dagegen lediglich acht Prozent der beratenen Patienten an, von denen die meisten vorher bereits vergeblich versucht hatten, sich außergerichtlich zu einigen.

Die aktuelle Studie finden Sie hier.

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