„Patienten kämpfen um finanzielle Ansprüche“

Umfrage-Ergebnis der Vertrauensanwälte des Medizinrechts-Beratungsnetzes

Patienten verfolgen bei medizinrechtlichen Fragen energisch ihre finanziellen Ansprüche. 60 Prozent der Vertrauensanwälte berichten, dass diese Aggressivität in den vergangenen drei Jahren deutlich zugenommen hat. Dies zeigt eine bundesweite Erhebung unter den Vertrauensanwälten des Medizinrechts-Beratungsnetzes.

„Der aufgeklärte Patient hinterfragt zunehmend die Therapieentscheidungen seiner Ärzte und die Kostenablehnungen der Versicherer“, sagt Dr. Britta Specht, Vertrauensanwältin und Vorstandsvorsitzende des Medizinrechtsanwälte e.V. „Sensibilisiert durch intensive Medienberichte über vermutliche Behandlungsfehler und Leistungsverweigerung der gesetzlichen Krankenkassen.“

Vor diesem Hintergrund hat der 7. Deutsche Medizinrechtstag am 15. und 16. September 2006 in Berlin zum Thema „Knappe Kassen, neue Strukturen, neue Konflikte“ stattgefunden. Jährlich veranstaltet die Stiftung Gesundheit gemeinsam mit dem Medizinrechtsanwälte e.V. den Deutschen Medizinrechtstag. Bei diesem interdisziplinären Symposium kommen Medizinrechts-Anwälte, Ärzte und zahlreiche Funktionsträger von Kammern, Kassenärztlichen Vereinigungen sowie Versicherungen zusammen. Namhafte Referenten aus Justiz, Wissenschaft, Praxis, Verbänden und Politik beleuchten im Rahmen der Veranstaltung einen Themenkreis aus unterschiedlichen Perspektiven.

Das Medizinrechts-Beratungsnetz ist eine Einrichtung des Medizinrechtsanwälte e.V., initiiert von der Stiftung Gesundheit. In diesem Rahmen erhält jedermann ein kostenloses juristisches Orientierungsgespräch bei Fragen zu Medizin- und Sozialrecht durch die Vertrauensanwälte im ganzen Bundesgebiet. Weitere Informationen sowie das Verzeichnis der Vertrauensanwälte auf der Internetseite des Medizinrechts-Beratungsnetzes.

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