MDK darf nicht in Therapiefreiheit eingreifen

„Leistungsverweigerung der gesetzlichen Krankenkassen“

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) darf nicht in die Therapiefreiheit des Arztes eingreifen, auch wenn der MDK eine ärztliche Verordnung bei einer Rehabilitationsbehandlung kontrolliert. „Im Zweifel setzt sich die Auffassung des Arztes durch, wenn sie nicht im Widerspruch zu ärztlichen Erfahrungssätzen steht, medizinische Standards verletzt oder eine andere Behandlungsmethode kostengünstiger ist“, sagt Dr. jur. Thomas Motz.

Die gesetzlichen Krankenkassen sind aufgrund der Einnahmeausfälle bei steigenden Kosten zur Kostensenkung, sprich Leistungsbeschränkung, gezwungen. „Ein Mittel der Kostenkontrolle ist die Bewertung der Leistungen durch den Gemeinsamen Bundesausschuss, durch die Budgetierung oder durch die Kontrolle ärztlicher Verordnung durch den MDK,“ so Dr. Motz. „Jedoch werden oftmals ärztliche Leistungen durch die Kasse nach vorheriger Prüfung des MDK versagt, ohne den zu Grunde liegenden Sachverhalt ausreichend zu prüfen.“

Rechtsanwalt Motz berichtet auf dem 7. Deutschen Medizinrechtstag über die Möglichkeiten der Anwälte im Konflikt zwischen Versicherten und Krankenkassen.

Der 7. Deutsche Medizinrechtstag findet vom 15. bis zum 16. September 2006 in Berlin statt. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Neue Strukturen, Knappe Kassen, Neue Konflikte“. Der jährliche Medizinrechtstag ist eine gemeinsame Tagung von Medizinrechts-Anwälten und Ärzten. Referenten aus Justiz, Wissenschaft, Praxis, Verbänden und Politik beleuchten im Rahmen der Veranstaltung einen Themenkreis aus unterschiedlichen Perspektiven.

Sämtliche Vorträge finden Sie im Programm des 7. Deutschen Medizinrechtstags. Veranstalter des Medizinrechtstags sind die Stiftung Gesundheit und der Medizinrechtsanwälte e.V.

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