Klinik darf Laborleistungen nicht über MVZ abrechnen:
Kassenärztliche Vereinigung verweigert Honorar zurecht

Krankenhäuser dürfen Laborleistungen nicht in das eigene Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) auslagern und diese dann ambulant abrechnen. Das hat das Sozialgericht Dresden entschieden (Aktenzeichen: S 18 KA 250/06). Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen hatte die Zahlungen an das MVZ eines Universitätsklinikums eingestellt, wogegen dieses erfolglos geklagt hatte.

„Laborleistungen sind in den Fallpauschalen für die Krankenhäuser bereits inbegriffen“, sagt Michael Fürst, Rechtsanwalt der Kanzlei Gregor Fürst Steinig, Hannover. „Deshalb sind Überweisungen durch eine Krankenhausfachambulanz nicht zulässig, wenn die betreffenden Leistungen auch im Krankenhaus erbracht werden können.“ Das Recht des Patienten, auch einen anderen Vertragsarzt zu wählen, bleibt nach Ansicht des Gerichts davon unberührt.

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