Kasse muss keine Hautstraffung nach Gewichtsabnahme zahlen

Kostenfreies Orientierungsgespräch zu Fragen des Sozialrechts

Die gesetzliche Krankenversicherung muss keine operative Hautstraffung nach einer starken Gewichtsabnahme bezahlen. Das hat das Sozialgericht Aachen mit Urteil vom 18. Dezember 2012 entschieden (Az.: S 13 KR 269/12).

Hautüberschüsse, wie sie sich zum Beispiel durch große Gewichtsverluste nach Magen-Operationen bilden können, seien an sich keine behandlungsbedürftige Erkrankung, begründeten die Richter. Sie beeinträchtigten keine Körperfunktionen. Auch wirkten sie nicht in einem relevanten Ausmaß entstellend: Kleidung könne sie leicht kaschieren.

Sofern die Hautlappen zu Hautkrankheiten führten, wie Ekzemen, Rötungen oder Pilzbefall, seien diese dermatologisch zu behandeln. Bei psychischen Problemen sei auf Mittel der Psychiatrie und Psychotherapie zurückzugreifen.

Zu Fragen des medizinnahen Sozialrechts oder Medizinrechts, wie Problemen mit der Krankenkasse oder vermuteten Behandlungsfehlern, können Patienten und deren Angehörige sich an das Medizinrechts-Beratungsnetz wenden. Das Netzwerk bietet ein kostenfreies juristisches Orientierungsgespräch bei einem Vertrauensanwalt in Wohnortnähe. Ratsuchende können Beratungsscheine online anfordern, oder unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 / 0 73 24 83 (Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr).

Lübeck, 28. Januar 2013

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