Fehlerhafte Implantate: Schadenersatz schwer zu erreichen

Vortrag auf 14. Deutschem Medizinrechtstag

Opfer von fehlerhaften implantierten Medizinprodukten haben es schwer, hierfür Schadenersatz zu erlangen. Das stellt Dr. Alexander T. Schäfer fest, Rechtsanwalt für Medizin- und Versicherungsrecht aus Frankfurt am Main. Schäfer trägt zu dem Thema auf dem 14. Deutschen Medizinrechtstag vor.

„Da eine erneute Operation immer Risiken birgt, entscheiden sich Patienten oft dagegen, fehlerhafte Implantate aus dem Körper entfernen zu lassen“, berichtet Schäfer. „Damit aber fehlt es an einem greifbaren Beweismittel, um Schadenersatzansprüche geltend zu machen.“

Erschwerend käme für die Patienten hinzu, dass Ärzte und Hersteller sich gegenseitig die Verantwortung für versagende Prothesen zuschöben: „Die Ärzte sehen meist Produktionsfehler als Ursache an. Wohingegen die Hersteller die Schuld bei den Chirurgen suchen, die bei der Implantation fehlerhaft vorgegangen seien.“

Der 14. Deutsche Medizinrechtstag findet am 6. und 7. September 2013 in Berlin statt. Den Kongress moderiert Karl-Dieter Möller, ehemaliger Leiter der ARD-Rechtsredaktion. Auf dem jährlichen interdisziplinären Symposium von Medizinrechtsanwälten und Ärzten beleuchten Referenten aus Justiz, Wissenschaft, Praxis, Verbänden und Politik jeweils einen Themenkreis aus unterschiedlichen Perspektiven.

Programm und Anmeldung:
www.deutscher-medizinrechtstag.de

Lübeck, 12. Juni 2013

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