Patienten bewerten Ärzte im Internet

Meinungsäußerungen sind frei – aber es besteht Schutz vor Verleumdung

Im Internet gibt es Bewertungsportale, in denen Patienten ihre Ärzte mit Schulnoten und Kommentaren willkürlich öffentlich beurteilen können. Anstatt die Foren – zum Beispiel topmedic.de, checkthedoc.de oder helpster.de – zu ignorieren, können Ärzte diese konstruktiv nutzen und zufriedene Patienten auf die Portale aufmerksam machen. Positive Online-Bewertungen sind eine kostenlose Werbung für die eigene Praxis.

In den Portalen sind Meinungsäußerungen prinzipiell erlaubt – auch dann, wenn sie für die betroffenen Mediziner unangenehm sind wie etwa die Aussage „Der Arzt war unfreundlich“. Tatsachenbehauptungen wie zum Beispiel „veraltete Behandlungsgeräte“ müssen der Wahrheit entsprechen. „Jedoch dürfen Beiträge nicht ehrverletzend sein“, erklärt Vertrauensanwalt Christoph von Drachenfels. Das hat der Bundesgerichtshof im März 2007 entschieden (Az: VI ZR 101/06). Der Arzt hat einen Anspruch darauf, dass die entsprechenden Aussagen gelöscht werden.

Bei Fragen zum Medizin- oder Sozialrecht bietet das Medizinrechts-Beratungsnetz Patienten wie auch Ärzten ein kostenloses juristisches Orientierungsgespräch durch ausgewählte Vertrauensanwälte an. Beratungsscheine können unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 / 0 73 24 83 angefordert werden.

Dieser Service ist eine Einrichtung des Medizinrechtsanwälte e.V., initiiert von der Stiftung Gesundheit. Weitere Informationen sowie das Verzeichnis der Vertrauensanwälte gibt es auf der Internetseite des Medizinrechts-Beratungsnetzes.

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